Frieden in Bosnien und Herzegowina nach dem Dayton-Abkommen?
Die Jugoslawienkriege und im Besonderen der lange und blutige Krieg in Bosnien und Herzegowina (1992-1995) unterbrachen Jahrzehnte des Friedens in Europa – mit dem Genozid in Srebrenica als traurigem Höhepunkt. Das Abkommen von Dayton im Jahr 1995 beendete schließlich die bewaffneten Auseinandersetzungen und legte das Fundament für einen gemeinsamen Staat für Bosniak*innen, Serb*innen und Kroat*innen. Doch mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Friedensschluss ist die Bilanz ernüchternd. Hat man zwar den Wiederausbruch bewaffneter Gewalt verhindert, so scheint ein Reden vom Frieden in BiH aufgrund der vielen kaum überwundenen Konflikte zynisch.
Anlässlich des 30. Jahrestages des Kriegsbeginns wollen wir Bilanz zum Frieden in BiH ziehen. Es sprechen und diskutieren
Valentin Inzko (österreichischer Diplomat und ehem.EU-Sonderbeauftragter sowie Hoher Repräsentant für Bosnien-Herzegowina) und Joseph Marko (Prof. für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft, Verfassungsexperte, ehemaliger Richter am Verfassungsgerichtshof von BiH)
Moderation durch Emma Lantschner (Zentrum für Südosteuropastudien, Universität Graz)
Eine Veranstaltung des Fachbereichs Global Governance des Instituts für Rechtswissenschaftliche Grundlagen gemeinsam mit dem Zentrum für Südosteuropastudien sowie dem Conflict – Peace – Democracy Cluster.